Hamsterarten

Was genau sind Hamster und woher kommen sie?

Sie sind territoriale Tiere, d.h. strikte Einzelgänger, die sich nur zur Paarung mit anderen Hamstern treffen. Ausserdem ist der Körperbau eines Hamsters an das Leben auf dem Boden angepasst. Sie klettern zwar sehr gerne, dies birgt aber eine hohe Verletzungsgefahr, weil der Hamster die Höhe nicht einschätzen und beim Klettern auch mal den Halt verlieren und abstürzen kann. Beispielsweise fehlt dem Hamster der lange Schwanz, weshalb er niemals so geschickt klettern können wird, wie eine Maus oder eine Ratte.

Ihr Verbreitungsgebiet sind trockene und halbtrockene Gebiete Eurasiens. In Mitteleuropa kommt nur der Feldhamster vor, die in der Schweiz allerdings ausgestorben sind. Der Syrische Goldhamster zählt zu den gefährdeten Arten, alle anderen Hamsterarten nicht.

Zoologen unterscheiden zwischen Gross-, Mittel- und Kleinhamstern. Der Feldhamster ist der einzige, der zu den Grosshamstern gehört. Der syrische Goldhamster zählt zu den Mittelhamstern und somit zu einer anderen Art. Teddyhamster sind lediglich Goldhamster mit langem Fell, wobei nur die Männchen wirklich langes Fell bekommen. Die Weibchen haben nur am Popo etwas längere Flusen. Die Dsungaren, die Campbells, Roborowskis und die Streifenhamster zählen zu den Zwerghamstern. Ebenso die Hybriden, die eine sehr unglückliche, aber weitverbreitete Kreuzung zwischen Dsungaren und Campbells sind und in der Natur nicht vorkommen.

Die Goldhamster (oder Teddyhamster) sind die grössten der Hamster in Heimhaltung. Allein in Schweizer Kinderzimmern leben 100’000 Goldhamster. Weltweit werden etwa 8 Millionen Goldhamster als Haustiere gehalten. Die in Freiheit lebenden werden auf 50’000 bis 20’000 geschätzt.

Typisch für alle Hamsterarten sind die Backentaschen, in denen sie Futter und Nistmaterial sammeln um es in ihren Bunker zu transportieren. Mittelhamster können etwa bis 20 Gramm Nahrung in ihren Backen «hamstern».

Hamster sind (mit Ausnahme der Chinesischen Streifenhamster) Bodenbewohner und höhenblind. Sie leben in aufwendigen unterirdischen Bauten, die aus miteinander verbundenen Kammern bestehen, unterteilt in Schlafkammer, Futterkammer und Toilette. Diese Bauten liegen bis zu einem Meter tief unter der Erde und können mehrere Meter lang sein.